Tourencharakteristik
Diese historisch wie landschaftlich außergewöhnliche Rundwanderung führt vom Dürrensee im Höhlensteintal hinauf auf das Hochplateau von Monte Piano und Monte Piana. Das Massiv zeichnet sich durch seine prägnante Doppelgipfel-Struktur aus und stellt ein eindrucksvolles Freilichtmuseum des Ersten Weltkriegs dar. Der Aufstieg über den steilen, teils dratseilversicherten Pionierweg verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, belohnt jedoch mit tiefen Einblicken in exponierte Felsbänder und historische Stellungsanlagen. Am Hochplateau eröffnet sich ein überwältigendes 360°-Gipfelpanorama: Im Osten thronen die weltberühmten Drei Zinnen sowie die Cadini-Gruppe, im Süden blickt man auf den Cristallo-Stock und die Sorapiss, im Westen dominieren die Dürrenstein-Gruppe und die Hohe Gaisl, während nach Norden der Blick weit über das Höhlensteintal reicht. Die Schlüsselstellen der Tour liegen im Mittelteil und im oberen Bereich des Pionierwegs, wo stahlseilversicherte und später abschüssige Passagen sowie ausgesetzte Pfade volle Konzentration erfordern. Konditionell ist die Tour durch den stetigen Anstieg und den Abstieg über den stellenweise steilen Touristensteig fordernd. Wenn man früh startet ist man im Aufstieg durch die schattige Exposition vor der Sonnen geschützt. Dennoch ist es ratsam genügend Trinkflüssigkeit mitzunehmen, da es entlang der gesamten Route keine Nachfüllmöglichkeiten gibt. Insgesamt handelt es sich um eine hochgradig eindrucksvolle Unternehmung, die alpine Naturkulisse perfekt mit historischer Geschichte verbindet.
Schwierigkeiten und Anforderungen im Überblick
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Bedingungen: Bei Nässe oder Altschnee sind die felsigen Passagen und Steige extrem rutschig und gefährlich. |
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Kondition: Gute Ausdauer für rund 970 Höhenmeter Anstieg und eine Gehzeit von ca. 5 bis 6 Stunden erforderlich. |
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Technik: Trittsicherheit und Schwindelfreiheit für ausgesetzte Passagen und eine Leiter im Abstieg notwendig. |
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Gefahrenstellen: Exponierte, steil abfallende Pfadabschnitte am Pionierweg erfordern erhöhte Aufmerksamkeit. |
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Orientierung: Am Plateau bei Nebel oder schlechter Sicht ist Orientierungssinn nötig, der Hauptweg ist sonst gut markiert und ausgeschildert. |
Tourenbeschreibung
Anfahrt:
Lienz - Sillian - Innichen - Toblach - Höhlensteintal
Ausgangspunkt:
Parkplatz gegenüber dem Hotel "Drei Zinnen Blick" (1400m). Gebührenpflichtig!
Aufstieg:
Der Startpunkt der Tour befindet sich am Parkplatz gleich in der Nähe des Hotels "Drei Zinnen Blick" (1400m). Vom Parkplatz aus folgt man zunächst der Ausschilderung „Weg Nr. 6 Monte Piano bzw. Pionierweg“ in östlicher Richtung und passiert einen nächsten Wegweiser (1410m), von wo man nun südwärts über einen breiten Schotterweg zum Bachbett der Rienz gelangt. Hier über den Steg und weiter bis zu einem weiteren Wegweiser (1430m), der uns nun links in den offiziellen Beginn des Pionierweges leitet. Hier zieht der Pfad spürbar an und führt über steiles Fels- und Waldgelände in südöstlicher Richtung bergan.
Im Mittelabschnitt des Aufstiegs trifft man auf die ersten stahlseilversicherten Passagen. Achtung: Ab hier ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit zwingend erforderlich, da das Gelände teilweise steil abfällt. Über ausgesetzte Bänder gewinnt man zügig an Höhe und passiert den historisch bedeutsamen Soldatenfriedhof (2050m). Der Steig windet sich weiter am Fels entlang durch abschüssige Passagen. Auch an diesen ungesicherten bzw. teils schmalen Wegstücken ist besondere Vorsicht geboten.
Weiter oben trifft man auf erste gut erhaltene Stellungen aus dem 1.Weltkrieg (2280m), die den Einstieg in das geschichtsträchtige Plateau markieren. Wenige Minuten später erreicht man das Toblacher Kreuz (2280m) ganz in der Nähe das Gipfels Monte Piano (2306m). Der Weg führt nun in südlicher Richtung in einem weiten Rechtsbogen über das weitläufige Hochplateau weiter. Man passiert die symbolträchtige Friedensglocke (2300m) und gelangt im Freilichtmuseum entlang vieler Kriegsstellungen und -relikte zum Gipfelkreuz (2307m) nahe des Südgipfels Monte Piana (2324m) selbst.
Abstieg:
Der Abstieg erfolgt nach Westen über den historischen Touristensteig. Man passiert erneut einen Wegweiser (2260m, Weg Nr. 6A Touristensteig bzw. Schluderbach) und gelangt im oberen Bereich an eine Schlüsselstelle im Abstieg, wo eine Leiter (2040m) ein felsiges Steilstück entschärft. Achtung: Das Begehen der Leiter erfordert sauberes Treten und Konzentration. Weiter absteigend führt der Steig, zunächst passagenweise mit Stahlseilen gesichert, über Serpentinen hinab zum Talboden und zu einem letzten Wegweiser (1480m), von wo aus man über den Weg Nr. 6B im leichten auf und ab zurück zum Ausgangspunkt am Parkplatz beim Hotel Drei Zinnen Blick zurückkehrt.
Wer war dabei:
Siegfried Girstmair, Stefan Mariacher, Dietmar Ortner
Autor
Nützliches
Tourenkarte
FEX-Tourenbuch
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