Tourencharakteristik
Der Aufstieg zum Sichelsee zählt zu den Stillschönheiten der Villgrater Bergwelt. Eingebettet in ein alpines Kar auf knapp 2.500 Metern Seehöhe, bildet das spiegelnde Gewässer ein lohnendes Ziel für bergbegeisterte Naturliebhaber. Die Unternehmung besticht durch ihren facettenreichen Wandel: Sie beginnt im beschaulichen, von historischen Almen geprägten Talboden des Kristeinertals und entfaltet sich schrittweise zu einer erhabenen Gebirgslandschaft. Ab der Waldgrenze öffnet sich der Blick auf die markanten Felssilhouetten der Arnhörner und des Gölbner, während der breite Talraum Platz macht für weitläufige Almwiesen und schroffe Blockhalden. Gipfelstürmer finden hier zwar kein klassisches Gipfelkreuz auf einer schmalen Schneide, dafür belohnt der Sichelsee mit einer erhabenen Atmosphäre, völliger Abgeschiedenheit und einem schönen Panorama. Konditionell ist die Tour durch die stetige Steigung und fast 1.000 Höhenmeter durchaus fordernd, stellt bergewohnte Wanderer jedoch vor keine unüberwindbaren technischen Barrieren. Entlang der gesamten Route gibt es zahlreiche Nachfüllmöglichkeiten für die Trinkflachen. Bis zum Aleit trifft man auch oft auf Weidevieh. Die gesamte Route ist durchwegs gut beschildert und markiert, wobei die Markierungen oft schon recht verblasst sind. Vor allem bei schlechter Sicht ist die Verwendung eines GPS-Geräts jedenfalls von Vorteil. Die Tour zum Sichelsee ist ein echter Geheimtipp für all jene, die alpine Ruhe suchen und Naturgenuss auf hohem Niveau schätzen.
Schwierigkeiten und Anforderungen im Überblick
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Kondition: Solide Ausdauer für knapp 950 Höhenmeter Aufstieg und über 11 Kilometer Wegstrecke erforderlich. |
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Trittsicherheit: Erforderlich im Bereich der Almmatten und im felsigen Karbecken rund um den See. |
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Weidevieh: Bis in den Bereich Aleit trifft man öfters auf Weidevieh. |
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Technik: Grundlegende Gehtechnik ausreichend, da die Route überwiegend auf breiten Wegen und gut ausgetretenen Steigen verläuft. |
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Orientierung: Unschwierig dank durchgehender Schilder und rot-weiß Markierungen (allerdings tlw. bereits verblasst). Bei schlechter Sicht Verwendung GPS-Gerät empfehlenswert. |
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Wasser: Entlang der gesamten Route gibt es genügend Nachfüllmöglichkeiten. |
Tourenbeschreibung
Anfahrt:
Lienz - Mittewald - St. Justina - Abzweigung Kristeinertal - über eine sehr gut befahrbare Schotterstraße bis zum beschilderten Parkplatz Fahbrücke auf 1535m Seehöhe. Anmerkung: Alternativ kann man bis zum Talschluss (1810m) mit dem Auto fahren. Dort sind ebenfalls Parkmöglichkeiten vorhanden. Jedoch ist dann mit Weidevieh zu rechnen und der ein oder andere Weidezaun zu öffnen bzw. zu schließen. Das Auto sollte auch über genügend Bodenfreiheit verfügen.
Ausgangspunkt:
Beschilderter Parkplatz Fahbrücke (1535m).
Aufstieg:
Vom beschilderten Parkplatz Fahbrücke (1535m) startet die Wanderung auf dem breiten, gut ausgebauten Forstweg in nordwestliche Richtung tiefer in das ruhige Kristeinertal. Der Weg Nr. 7 folgt flach dem plätschernden Bachverlauf und führt in angenehmer Erwärmungsphase vorbei an der malerisch gelegenen Mitleiderkaser (1680m) und weiter zur Linderkaser (1756m).
Sanft ansteigend passiert man im weiteren Verlauf die historische Ganzlar Alm (1805m). Kurz darauf erreicht die Route den Punkt Ende Schotterweg / Beginn Steig (1825m) am Talschluss. Hier geht der breite Fahrweg in einen markierten, schmalen Bergsteig Nr. 6 über. Der Pfad windet sich nun in mehreren Kehren zügig nach Norden bergauf über die Hochalm der Aleit (2000m). Von diesem Geländeeinschnitt bietet sich ein freier Blick zu den imposanten Arnhörnern.
Über sanfte Grasrücken geht es weiter bergan, bis man das hölzerne Kreuz (2100m) auf einem Aussichtspunkt erreicht. Von hier führt der Steig über die weite, freie Königswiese (2220m) nordwestwärts höher. Der Untergrund wechselt zunehmend von Almwiesen in durchsetztes Block- und Schottergelände.
Nach der Überwindung des letzten Hangrückens öffnet sich überraschend das stille Kar und der türkisgrüne schimmernde Sichelsee (2498m) liegt direkt vor einem. In der Nähe des Seeufers befindets sich das markante Kreuz.
Abstieg:
Wie Aufstieg.
Autor
Tourenkarte
FEX-Tourenbuch
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